Glossar
Offenkantige Verarbeitung

Für bestimmte Artikel wenden wir die von Sattlerarbeiten bekannte, offenkantige Verarbeitungsart an. Von dieser Handwerkstradition stammend, werden bei KREIS die Lederkanten in mehreren Durchgängen fein verschliffen, gebeizt, gewachst und poliert. Die Artikel sind durch die robuste Lederkante besonders haltbar und gut zu pflegen.
Eckenverstärkung

Um die Belastung der Randnähte zu vermeiden, werden die Ecken einer KREIS Aktentasche mit einer traditionellen Handnaht gesichert. Diese Naht wird mit einem gewachsten, geflochtenen Hand-Nähgarn mit 1 mm Fadenstärke ausgeführt und bewahrt die Ecken perfekt vor Überlastung.
1.Klasse-Griff

Nach Überlieferung ist das die hochwertigste Machart von Ledergriffen für Aktentaschen und Koffer aus 9-11 Lagen Leder aus dem 19. Jahrhundert. Von Hand genäht und mit geschliffenen, gebeizten und polierten Kanten. Die Griffe haben eine unvergleichliche Haptik und gelten als unverwüstlich. Für eine bessere Schweißbeständigkeit wird für die Unterseite Altgerberleder eingesetzt.
Gürtel 2-lagig

Gürtel mit einem eher sportiven Charakter werden bei Kreis 2-lagig mit gebeizter und polierter Kante hergestellt. Die Bombierung des Gürtels ergibt sich beim Zusammenfügen der mehr oder weniger stark abgeschrägten (geschärften) Kanten von Obermaterial und dem mehr als 3 mm starken Futterleder (grubengegerbtes Reitsportleder).
Gürtel 3-lagig

Diese Verarbeitungsart ist äußerst selten und eignet sich besonders für sehr elegante Gürtel und für Materialien wie z.B. Velourleder, bei denen die Färbung der Kanten sehr schnell verschleißen würde. Das in der Breite mit gut 30% Übermaß zugeschnittene Oberleder wird an den Kanten dünn geschärft, um eine Vollleder-Einlage umgelegt (umgebugt) und die Rückseite mit grubengegerbtem Reitsportleder abgefüttert.
Gürtel 1-lagig

Diese Gürtel werden aus ca. 4 mm starkem, vegetabil gegerbtem Vollleder (meist Rindsleder) aus dem besonders hochwertigen Rückenbereich der Lederhaut hergestellt. Die Gürtelkante wird in mehreren Durchgängen rund geschliffen, mit einer wässrigen Anilinfarbe gebeizt und mit Hartwachs poliert.
Reifel-Kante / Gestrichene Kante

Aus dem Reitsportsektor entliehen werden die Ränder von 1-lagigen Gürtelriemen gerne mit einer Reifelkante versehen. Hierzu wird mit einem Reifelholz oder einem erhitzten Eisenwerkzeug entlang der Gürtelkante eine feine Rille eingerieben, um dem Gürtelriemen einen sportiven Look zu verleihen.
Gürtelschließen Messing

Das Grundmaterial für hochwertige Standard-Schließen von KREIS-Gürteln ist Messing, das unbehandelt, poliert, aber auch versilbert und vernickelt etc. eingesetzt wird. Die Metallkanten sind gratfrei und die Oberflächen poliert ohne "Pickel und Blasen".
Gürtelschließen Sterling -Silber

Gürtelschließen aus Vollmaterial Sterlingsilber 925 hat einen besonders edlen Glanz. Die natürliche Oberfläche des Silbers patiniert auf eine besondere Weise und kann, wenn gewünscht glänzend gepflegt werden.
Alligator

Vom Alligator verarbeiten wir ausschließlich die Bauchseite der Lederhaut, die sog. Schuppen des Alligators sind dort besonders glatt und edel. Je nach Entnahme aus dem Bauch- oder Schwanzbereich ergeben sich unterschiedliche Schuppenbilder auf dem fertigen Produkt. Reptilleder wird streng nach den gesetzlichen Artenschutz-Bestimmungen (CITES) verarbeitet.
Altgerber-Leder

Altgerber-Leder stammt von gut gestellten Kuh- Rinder- und Ochsenhäuten, das in monatelanger, reiner Grubengerbung (meist 12-14 Monate) und ausschließlich mit natürlichen Gerbstoffen hergestellt wird. Das Leder hat besondere antibakterielle Eigenschaften und wird bei KREIS daher als Uhrband-Futterleder verwendet.
Bison

Das Bison-Leder stammt aus amerikanischen Zuchtbeständen und keinesfalls von den artengschützen Waldbisons. Wir verarbeiten diese Leder mit ihrer natürlichen Oberflächenstruktur oder stark gefettet und gecrasht.
Caiman-Tail

Caiman-Leder aus dem Schwanzbereich weist rechteckige und im Gegensatz zum Alligator eher grobe, strukturierte Schuppenflächen auf, die besonders gut für sportive Gürtel geeignet sind. Reptilleder wird streng nach den gesetzlichen Artenschutz-Bestimmungen (CITES) verarbeitet.
Artenschutz

Der Handel, die Verarbeitung und die Weitergabe von Reptilleder, -produkten und Leder von anderen geschützten Tieren sind international gesetzlich durch Artenschutzvorschiften (CITES) geregelt. Durch die CITES-Dokumentation wird der Weg von der Erzeugung bis zum Produkt lückenlos rückverfolgbar.
Cordovan (Pferdeleder)

Als Cordovan bezeichnet man die 2 ca. DIN A3-große Stücke aus dem Hinterbacken (Schild). Nur in diesen Bereichen weist die Pferdehaut auf der Innenseite eine so feine Faserstruktur auf, dass diese nach außen gearbeitet ein Glattleder ergibt. KREIS bezieht dieses Leder ausschließlich von der weltweit renommierten Gerberei Horween (USA) aus Chicago. Hinweis: Gürtel und andere Artikel mit großen Abmessungen müssen naturgemäß angesetzt gearbeitet werden!
Krokoflanken (Caiman)

Die Bereiche zwischen Vorder- und Hinterläufen der Reptilien (hier: Caiman) wird als Flanke bezeichnet. Die Schuppen in diesem Bereich sind glatt und durchgehend oval. Reptilleder wird streng nach den gesetzlichen Artenschutz-Bestimmungen (CITES) verarbeitet.
Saddle

Grubengegerbte Reitsportleder aus England werden als Saddle- oder auch Bridle-Leder bezeichnet. Das Leder stammt aus dem hochwertigsten Stück, dem Rückenbereich der Kuhhaut und wird für eine besondere Witterungsbeständigkeit mit sehr viel Fett und Wachs ausgestattet. Für einen edlen Look wird die Oberfläche fein geglättet. Typisches Merkmal ist die leichte Wachsschicht an der Oberfläche.
Straußenleder

Leder vom Vogel Strauß ist ein besonders zähes und haltbares Material. Besonders beliebt ist die Partie aus dem Rückenbereich mit den markanten „Noppen“, in denen ursprünglich die kräftigen Rückenfedern steckten. Erst nach einiger Tragezeit entwickelt sich die besondere Patina.
Velourleder

Wenn die faserige Innenseite der Lederhaut als Oberfläche nach außen verarbeitet wird spricht man von Velourleder. Für ein einheitliches Bild wird der Faserflor gleichmäßig angeschliffen. Je nach Anwendungsbereich für elegante oder sportive Produkte verwendet man kurz- oder langfaserige Velours.
Vollrindleder

Bei dem pflanzlich gegerbten Vollleder vom Rind ist die Außenseite der Lederhaut mit seinen feinen Faserstrukturen vollständig vorhanden. Mit einer Lupe betrachtet kann man die echten Haarporen erkennen. Bei KREIS wird nur Leder aus dem besonders hochwertigen Rückenbereich der Lederhaut, den sog. Croupons verwendet.
Python-Leder

Das Leder der Python-Schlange ist für seine besondere „Zeichnung“ bekannt und wird sehr gerne für auffällige Jeansgürtel verwendet. Das Leder der artengschützten Schlangen wird streng nach den gesetzlichen Artenschutz-Bestimmungen (CITES) verarbeitet.
Premium-Calf

Wir beziehen unser Premium-Kalbsleder von einer renomierten deutschen Gerberei, die für dieses Material ausschließlich süddeutsche Rohhäute verwendet. Die Oberfläche ist im Lieferzustand offenporig, damit der edle Glanz bei KREIS von Hand poliert werden kann. Im Gegensatz zu lackiertem Glanz bleibt so die Lederoberfläche pflegbar.
Nubuk-Alligator

Als Nubuk-Leder bezeichnet man Leder, bei denen die Außenseite der Lederhaut leicht angeschliffen ist. Man kann diesen Rauhleder-Effekt bei ganz unterschiedlichen Lederarten durchführen. Am häufigsten trifft man auf Kalbs- und Rinds-Nubuk-Leder, aber ganz besonders edel ist diese Oberfläche auch bei Alligator-Leder. Das Leder wird streng nach den gesetzlichen Artenschutzbestimmungen (CITES) verarbeitet.
Vachetta

Unser Vachetta-Leder, ein leicht genarbtes Rindsleder aus dem Halsbereich, stammt aus Italien von einer kleinen, spezialisierten Gerberei mit ca. 8 Mitarbeitern. Das Leder ist ca. 1,4-1,6 mm dick und hat einen sehr natürlichen, sympathischen „Griff“.
Känguru-Leder

Känguru-Leder ist ein extrem reissfestes, strapazierfähiges Material, das aufgrund seiner überragenden Eigenschaften z.B. für professionelle Motoradkleidung oder in den 50er Jahren von Adidas für einen besonders leichten und strapazierfähigen Fußballschuh eingesetzt wurde. Wir bei Kreis setzen mit ca. 0,3 mm Lederdicke ein extrem dünnes Känguru für die Zwischenwände und Abfütterung von Kleinlederwaren ein.
I-Calf

Unser I-Calf Leder stammt aus Italien von einer kleinen, spezialisierten Gerberei. Der natürliche Glanz mit einer außergewöhnlichen Tiefe wird durch das aufwendige, zeitintensive Glanz-Stoßen erreicht. Das Leder ist ca. 1,1-1,3 mm dick und hat einen sehr natürlichen, sympathischen Griff.
Blankleder / Fettleder

Blankleder ist ein grubengegerbtes naturfarbenes Reitsportleder aus dem Rückenbereich der Rinderhaut mit ca. 5-7% Gewichtsanteil Fett. Die Fettleder werden nach der Gerbung in Fett gesiedet und erreichen bis zu 30% Fett. Diese Leder beziehen wir von dem Familienbetrieb Gebr. Kobel in Norddeutschland, die in ihrer Gerberei hochwertigste Reitsportleder herstellen.
Rindsleder „Maine“

Unser Rindsleder „Maine“, ein glattes leicht mattes Rindsleder aus dem Rückenbereich und stammt aus Italien von einer kleinen, spezialisierten Gerberei mit ca. 8 Mitarbeitern. Das Leder ist ca. 1,4-1,6 mm dick und hat einen sehr natürlichen, sympathischen „Griff“. Das Leder kann matt, oder auch von Hand poliert verarbeitet werden.
Ochsenleder

Das ca. 7-8 mm dicke, original englische Ochsenleder ist schon ein wirklich beeindruckendes Material. In der Grube gegerbt, wird es normalerweise schneckenförmig in lange Streifen geschnitten, durch Rundösen gezogen und gereckt zu Lederrundriemen verarbeitet, die bis heute als solide Antriebsriemen für verschiedene Maschinen eingesetzt werden. Uns hat die sehr tiefe, natürliche Oberfläche, die Geschmeidigkeit und Dicke dazu motiviert rustikale Jeansgürtel daraus herzustellen. Das zunächst vielleicht ein wenig blass wirkende Leder entwickelt durch das Anfassen und durch Sonnenlicht einen wunderschönen, natürlichen Braunton.